Eine eigene Schule

 

Von der Idee zum Ziel

Viele Male besuchte Anette Voelmy das Dorf Mukaera, 250 km nördlich der Hauptstadt Harare.

Dort begegnete ihr das Phänomen, dass im Dorf die 5-8jährigen Kinder fehlten. Da der Schulweg zur nächstgelegenen, 8 km entfernten Grundschule ca. 2 Stunden Fußmarsch bedeutete, brachten viele Eltern ihre Kinder bei Verwandten unter, die näher an einer Schule wohnten. Für die Kleinen bedeutete dies oft eine wochenlange Trennung von ihren Familien.

Aus der Not heraus wurden viele Kinder aber auch zu Hause gelassen und blieben ungebildet. Besonders Mädchen waren davon betroffen, denn diese wurden gleich für die Hausarbeit eingeteilt.

Und auch in den umliegenden acht Nachbardörfern litten die Kinder und Familien unter den überlangen Schulwegen.

Als dann 2006 in kleinen Schritten der Bau der Grundschule in Mukaera begann, eröffnete sich für viele die große Chance auf Bildung und damit auf Zukunft. Ein großes Glück für die gesamte Region.

 

Das Schulsystem Zimbabwes

Die Primary School (Grundschule) geht bis zur 7. Klasse (Grade Seven). Mit 13 Jahren wechseln die Kinder dann zur weiterführenden Secondary School (Oberschule), die aus sechs weiteren Klassenstufen besteht. Der Abschluss O-Level nach vier Jahren (Form 1 – 4) entspricht der „Mittleren Reife“. Wer mit siebzehn Jahren weiter die Schule besuchen kann und möchte, hat nach zwei zusätzlichen Schuljahren (Form 5+6) den A-Level Abschluss („Abitur“), der dann zum Besuch der Universität berechtigt.